Herzlich Willkommen,

auf  der  Seite  für  Leute  die  gerne  ein  einfaches,  leistungsfestes  und  effektives  Antennenanpassgerät  bauen  wollen.

 

 

Als  erstes  braucht  man  ein  gesundes  Selbstbewusstsein  ein  Antennenanpassgerät  zu  bauen ,  das  bei  Symmetriefans  regelmäßig  verteufelt  wird .  Denn  letztlich  handelt  es  sich  um  einen  unsymmetrischen  Koppler  der  nur  durch  den  Kellermann  zwangssymmetriert  wird  und  schon  sind  wir  bei  dem  wichtigsten  Teil .

 

Der  Kellermann  Balun  wurde  ursprünglich  mit  20  Amidon  ZFK - 18  Ferrithülsen  aufgebaut  und  hatte  eine  gute  Sperrdämpfung  aufzuweisen .  Fertig  gibt  es  ihn  nicht  mehr  so  das  er  selbst  gebaut  werden  muss .  Wer  die  original  Ferrite  verwenden  möchte  bekommt  diese  über  Amidon .

 

 

Wer  nicht  bereit  ist  diesen  Preis  zu  zahlen  kann  natürlich  auch  andere  Ferrite  verwenden .  Diese  sollten  einen  hohen  AL - Wert  und  gute  Hochfrequenzeigengenschaften  zwischen  1,5 - 30  MHz  besitzen .  Auch  ein  mischen  verschiedener  Kerne  und  oder  Hülsen  kann  dabei  eine  gute  Lösung  sein .

 

 

 

Für eine größere Darstellung der Ferrit-Anordnungsschablone bitte anklicken ! Beim Bohren von Plexiglas eignen sich Spiralbohrer (Spitzenwinkel von 60° bis 90°), Kegelbohrer, Stufenbohrer oder Senker. Bei Spiralbohrern sollten der Spanwinkel bzw. beide Schneiden so zurückgeschliffen werden, dass der Bohrer nicht schneidet, sondern schabt. So werden Risse und Ausbrüche vermieden. Ein Senker eignet sich dabei nicht nur zum Entgraten sondern auch um das gewünschte Loch von 18 mm sauber in die Platte zu fräsen. Hierfür einen passenden Senker aussuchen und vorsichtig durch das Plexiglas treiben.

 

 

 

 

 

Als  Trägermaterial  können  alle  nicht  leitenden  und  HF  unkritischen  Materialien  verwendet  werden .  Die  Anzahl  der  verwendeten  Ferrite  hängt  von  der  gewünschten  Sperrdämpfung ,  AL-Werte  der  Kerne  und  der  abverlangten  Leistung  ab .

Die  Kerne  werden  auf  das  Trägermaterial  geklebt  und  dann  das  Kabel  hindurch  gewickelt .  Für  den  Einsatz  im  leistungsfähigen  LC-Koppler  bis 2 , 5  KW  ist  der  Griff  zu  RG-142  ( Teflonkabel  ab  ca.  7,40  €  pro  Meter )  zu  empfehlen .  Denn  im  Lastbereich  steigt  nicht  nur  die  geforderte  Spannungsfestigkeit  sondern  auch  die  Temperatur  die  bei  nicht  Teflonkabeln  zum  Problem  werden  kann . Bei  Leistungen  weit  über  2 , 5  KW  führt  kein  Weg  mehr  vorbei  an  RG-393  ( Teflonkabel ab ca. 27 € pro Meter ) .

 

Hier  die  eine  Seite  die  das  Wickelschema  für  die  2 , 5  KW  Variante  zeigt .

 

Hier  die  andere  Seite  die  das  Wickelschema  für  die  2 , 5  KW  Variante  zeigt .

 

 

Bei  dem  Einsatz  des  Kellermann´s  ist  darauf  zu  achten  das  sich  die  letzte  Erdung  vor  der  Mantelwellensperre  befindet .  Eine  Erdung  hinter  dem  Ausgang  würde  die  gute  Sperrdämpfung  reduzieren  und  ihn  letztlich  nutzlos  machen . Diese  Schaltung  deckt  die  meisten  Abstimmzustände  ab  ( ohne Umschaltung ) .  Wer  will  schaltet  die  Rollspule  vor  ( low Z )  und  hinter  ( high Z )  den  Drehkondensator .

 

Wer  will oder muss schaltet  die  Rollspule  vor  ( low Z )  und  hinter  ( high Z )  den  Drehkondensator .

 

Nach  dem  Erwerb  der  Rollspule  und  dem  Kondensator  kann  ich  nur  ausdrücklich  empfehlen  diese  ausgiebig  auf  einem  Holzbrett  zu  testen !  So  kann  sicher  gestellt  werden  das  die  Bauteile  den  Abstimmbereich  der  eigenen  Antenne  wirklich  abdecken .  Denn  nichts  ist  ärgerlicher  als  ein  Koppler  der  nur  Teilbereiche  abdeckt  und  im  nachhinein  sauber  erweitert  werden  muss .

 

 

Bitte  achtet  darauf  !

 

Den  Kellermann  so  weit  wie  möglich  von  der Spule zu positionieren , denn  das  Streufeld  der  Spule  kann  den  Kellermann  stark  belasten .

 

Wichtig  auf  hohen  Frequenzen  ist  es  die  Kabelwege  so  kurz  wie  möglich  zu  halten ,  damit  die  Anfangswerte  der  Bauteile  nicht  unnötig  erhöht  werden  !

 

Metallgehäuse  meiden  wenn  der  Koppler  verlustfrei  funktionieren  soll .

 

Berührungsschutz  nicht  vergessen  denn  die  Spannungen  können  sehr  hoch  sein  und  zu  unschönen  Verbrennungen  führen !

 

Was  tun  wenn  die  Kapazität  nicht  ausreicht  ?  Einen  weiteren  Kondensator  parallel  schalten  um  die  Kapazität  weiter  zu  erhöhen . Ob  dieser  gesteckt  oder  geschaltet  wird  ist  dabei  Jedem  selbst  überlassen .

 

Wenn  die  Induktivität  nicht  ausreicht  kann  eine  weitere  Spule  in  Reihe  dahinter  geschaltet  werden ( z . B .  für  160  Meter ) .

Bei  den  Bedienelementen  habe  ich  mich  für  Kurbelknöpfe  und  Stellungsanzeiger  entschieden  die  auf  eine  10  mm  Achse  befestigt  werden (Hersteller  Ganter  Griff) .  Die  Achsdurchführungen  durch  die  Frontplatte  muss  selbst  gemacht  werden .  Hier  kommen  zum  Einsatz  16mm  Schrauben  die  mit  einem  10,2 mm  Bohrer  durchbohrt  werden.  Mit  den  zwei  Klauenkupplungen  können  die  10mm  Achse  mit  den  Achsen  der  Rollspule  und  Kondensator  verbunden  werden .

 

Hier ein kleines Video das die Funktion der Stellungsanzeiger zeigt.

Stellungsanzeiger-Video.avi
Video Datei 4.9 MB

 

Die   Stellungsanzeiger   wurden   nach   den   Windungen   der   Rollspule   und   Umdrehungen   des   VakuumC   ausgesucht.  Diese  gibt  es  links  oder  rechts  ansteigend  von  2  -  100  Umdrehungen  und  können  mit  dem  Knopf  nach  eigener  Wahl  kombiniert  werden.

 

 

 

Bei  dem  Gehäuse  habe  ich  mich  für  ein  zweiteiliges  Gehäuse  entschieden  das  aus  Holz  und  Plexiglas  sein  soll .  Auf  der  Grundplatte  und  Rückwand  werden  die  Bauteile  gestellt  und  dann  die  benötigten  Löcher  angezeichnet  und  gebohrt .

 

Nun  können  die  vier  Platten  aneinander  geleimt  werden  und  trocknen .

 

Danach  wird  das  Gehäuse  in  der  gewünschten  Farbe  gebeizt  und  mit  mehreren  Schichten  Klarlack  oder  Treppenversiegelungslack  bestrichen . Der  Klarlack  macht  es  dann Stoss-  und  Kratzfest .

 

Als  ertses  kann  der  Kellermann  mit  der  vormontierter  PL - Flanschbuchse  und  der  Brücke  zur  Erdungsschraube  montiert  werden .

 

Die  Befestigung  der  Rollspule  auf  der  gegenüberliegenden  Seite  ist  mit  vier  Befestigungsschrauben  schnell  erledigt  ( so  weit  wie  möglich  vom  Kellermann  entfernt  /  Streufeld  der  Spule  vermeiden )  !

 

Kupfer - Fallrohrschellen  dienen  als  Befestigung  und  Spannungsabgriff  für  den  Vakuum - Kondensator .

 

 

 

 

Wie  schon  erwähnt  sollte  die  Einspeisung  so  kurz  wie  möglich  gehalten  werden ,  damit  der  Koppler  auch  auf  sehr  hohen  Frequenzen  noch  gut  funktioniert . In  dem  Fall  ca.  2  X  3 cm .

 

Die  Verbindung  zwischen  Spule  und  Kondensator  wurde  ebenso  kurz  gehalten .

 

Als  letzten  Verdrahtungsschritt  werden  die  Durchführungsisolatoren  montiert  und  die  Paralleldrahtleitung  an  Eingang  und  Ausgang  der  Spule  angeschlossen .

 

Die  Klauenkupplungen  werden  auf  die  Achsen  der  Bauteile  montiert  und

 

auf  der  Frontplatte  die  Befestigungslöscher  gebohrt  und  die  Schraubenköpfe  mit  einem  Senker  gesenkt .

 

 

Danach  kann  die  Frontplatte  zum  ersten  Mal  am  Gehäuse   befestigt  werden  um  die  Durchführungen  mitteln  und  anzeichnen  zu  können.

 

 

 

Die  zwei  Achdurchführungen  ausrichten  und  auf  der  Front  verschrauben.

 

 

Nun  können  die  geschmierten  Achsen  durch  die  Achsdurchführungen  hindurchgesteckt  und  an  den  Klauenkupplungen  befestigt werden .  Kurbelknöpfe  montieren und

 

 

 

 

 

 

 

die Bauteile auf Anfangsposition fahren um dann

 

die  Stellungsanzeiger  in  die  Bedienelemente  zu  schieben  und  auf  0  auszurichten.

 

 

Deckel  montieren  und  mit  Glasreiniger  die  letzten  Fingerabdrücke  entfernen .

 

 

 

 

Fertig  !

 

 

 

 

 

Letztes  Bild  und  ab  auf  den  Stationstisch .

73 de Robert (DJ3KJ)

 

 

 

 

 

 

 

Diese  Seite  enthält  Aussagen ,  welche  falsch ,  richtig ,  oder  halb  wahr  sind .  Bestimmte  Farbkombinationen  und  oder  Schwarzweißkontraste  können  Epilepsie ,  Übelkeit  sowie  das  Bedürfnis  hervorrufen ,  komische  Sachen  mit  Kondensatoren  und  Spulen  zu  machen  oder  auch  nicht .  Aber  in  keinem  Fall  bin  ich  für  irgendwas  davon  haftbar  zu  machen  !